Nachhaltig investieren: Wenn Geld Gutes tut

Private Banking mit Fokus auf Nachhaltigkeit

Money for Future. So könnte man in Anlehnung an die Jugend-Demonstrationen „Fridays for Future“ die steigende Nachfrage nach nachhaltigen Investments bezeichnen. Auch im Private Banking ist dieser Trend deutlich spürbar.

Geld kann viel bewirken: Es kann Arbeitsplätze schaffen, private Wünsche erfüllen – und auch die Welt ein bisschen besser machen. Vor allem Letzteres gewinnt immer mehr an Bedeutung. „Die Nachfrage nach nachhaltigen Investments nimmt zu“, weiß auch Heinz Bednar, Geschäftsführer Erste Asset Management, „gerade bei größeren Vermögen gibt es häufig den Wunsch, hiermit etwas Positives zu bewirken.“ Ein Blick auf die Finanzmärkte bestätigt das: Dort ist das Thema Nachhaltigkeit das stärkste wachsende Segment. Allein in Österreich, Deutschland und der Schweiz werden über 500 nachhaltige Fonds angeboten. Investiert sind dort 280 Milliarden Euro – ein neuer Rekordwert.

Nachhaltig investieren mit Wirkung

Doch worum geht es dabei genau? Impact Investing, so der englische Ausdruck, bringt das gut auf den Punkt: Geldanlage, die im sozialen, gesellschaftlichen oder Umweltbereich etwas Positives bewirkt. Erste Bank und Sparkassen sind in Österreich Vorreiter für nachhaltige Geldanlage und haben bereits 2001 einen Aktienfonds aufgelegt, der in Umweltunternehmen investiert. Mittlerweile werden mehrere Fonds mit dem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit angeboten.

In jedem Fall fördern nachhaltige Investoren Umweltschutz und verantwortungsvolles wirtschaftliches Handeln – weshalb auch die Nachfrage nach nachhaltigen Investments im Private Banking von Erste Bank und Sparkassen stark zunimmt. Und weiter steigen wird. Denn für die Millennials spielt Impact Investing eine noch größere Rolle.

In der Erste Asset Management beschäftigen sich zehn Mitarbeiter intensiv mit diesem Thema. Verfolgt wird ein integrativer Ansatz, die Unternehmen entsprechend unter die Lupe nehmen. (Quelle)

Kriterien für nachhaltige Investments

Es gibt eine Reihe von klaren Ausschlusskriterien. Dazu gehören Branchen wie zum Beispiel Atomkraft, Waffenproduktion und -handel oder Tabak. Auch Unternehmen, die in Kinderarbeit, Tierversuche oder Korruptionsfälle verwickelt sind, scheiden aus.

In die Auswahl kommen nur Unternehmen, die

  • schonend mit der Umwelt umgehen (z. B. Reduktion von CO2-Emissionen, Beachtung natürlicher Lebensräume von Pflanzen und Tieren, geringer Wasserverbrauch)
  • soziale Aspekte berücksichtigen (z.B. Achtung von Menschenrechten, keine Diskriminierung, angemessene Entlohnung)
  • verantwortungsvoll geführt werden (Maßnahmen gegen Bestechung, fairer Wettbewerb, hohe Transparenz, unabhängiger Aufsichtsrat mit hohem Frauenanteil)

Ausgewählt wird dann nach einem Best-in-Class-Ansatz. Bedeutet: Es wird in die Unternehmen investiert, die im Branchenvergleich die höchsten Standards aufweisen.

Nachhaltigkeit in Sachen Vermögensverwaltung

Was das Nachhaltigkeits-Konzept von Erste Bank und Sparkassen konkret bedeutet, zeigen diese zwei Beispiele:

  • Der ERSTE BANK RESPONSIBLE STOCK DIVIDEND ist ein weltweit anlegender Nachhaltigkeits-Aktienfonds mit Fokus auf hohen Dividenden. Im Fonds enthalten sind u.a. Aktien der MTR Corporation, einem der größten chinesischen Anbieter für den Gütertransport per Eisenbahn, sowie des Schweizer Rückversicherers Swiss RE, der sein gesamtes Anlageportfolio nach den ESG-Kriterien der UN (steht für Environment, Social und Governance) ausrichtet.
  • Der ESPA D-A-CH FONDS ist ein gemischter Fonds, der in Anleihen und Aktien in Deutschland, Österreich und der Schweiz investiert. Aktuell besteht das Portfolio zu 70 Prozent aus Anleihen (Schwerpunkt deutsche Unternehmensanleihen) sowie zu 28 Prozent aus Aktien, darunter den Schweizer Baustoffhersteller Sika, der seine Forschung gezielt auf ressourcenschonende Baumethoden und energiesparende Baumaterialien fokussiert, verbunden mit genauen Reportings.

Bitte beachten Sie, dass eine Veranlagung in Wertpapiere neben den geschilderten Chancen auch Risiken birgt. Die Wertentwicklung der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zu.

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